An der Adria gen Süden
Kvarner Bucht
Rastoke - Wasserfälle und Holzhäuser
Aussicht auf
Vrana-See und Kornaten
Altstadt von Trogir
Trogir bei Nacht
Imotski blauer See
Imotski roter See
Makarska Riviera
Makarska Hund
Brelas zauberhafte Strände
Natur- und Hundestrand Brela
Brela Zelic
Tucepi an der Makarska Riviera
Zadar - zwischen Antike, Mittelalter und Neuzeit
Dalmatien - Zadar
Von der Adriamagistrale biegen wir auf unserem Heimweg nach Deutschland noch einmal in Richtung Zentrum von Zadar ab und fahren direkt auf den Hafen, der mit 92.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Dalmatiens, zu. Hier finden wir trotz der überfüllten Straßen auch gleich einen Parkplatz. Wir werfen Kunas für zwei Stunden, mehr Zeit ist leider nicht mehr drin, in den Schlitz der Parkuhr und schon kann die Stadtbesichtigung losgehen.
Zadars Altstadt besitzt viele Bauwerke verschiedener Epochen. Darunter befinden sich Renaissancegebäude oder Bauwerke aus dem Mittelalter, wie beispielsweise das Stadttor, über dessen Eingang, der in Dalmatien oder Istrien oft anzutreffende Markuslöwe, wiederzufinden ist. Neben dem Stadttor befindet sich der kleine Hafen, in welchem zahlreiche, kleine Fischerboote auf den leichten Wellen schaukeln. Hohe Mauern fangen die beachtlichen Höhenunterschiede des Geländes ab. Beeindruckt und gespannt gehen wir durch das, auch von Kraftfahrzeugen einspurig, befahrbare, mittelalterliche Stadttor. Dahinter befindet sich der Wehrturm Bablja Kula - ebenfalls aus dem Mittelalter. Von hier wurden die fünf davor befindlichen Brunnen bewacht, die früher für die Stadt das lebenswichtige Wasser lieferten.
Rechts führen ein paar Treppenstufen durch ein schmiedeeisernes Eingangstor in den Stadtpark. Das Tor ist geöffnet. Ein Schild am Eingang macht jedoch unmißverständlich klar, dass Hunde hier draußen bleiben müssen, was eigentlich sehr schade ist. Der Park ist nicht groß aber sehr gepflegt und bietet aufgrund der kleinen Anhöhe, auf der er sich befindet, einen tollen Blick auf das Meer und den großen Hafen, wo Schiffe aller Größenordnungen anlegen können, wie auch auf das Stadttor und den kleinen Hafen mit den kleinen, weißen Fischerboten.
Bei einem Spaziergang im Schatten großer Kiefern und anderer uralter Bäume läßt es sich hier sehr gut entspannen. Über ein Labyrinth aus verschlungenen Wegen, Treppen und Steinmauern, treffen wir auf Reste römischer Architektur sowie andere steinerne Zeitzeugen vergangener Jahrhunderte. Büsche, Agaven, Palmlilien und viele weitere, mediterane Pflanzen säumen die Wege. Bänke am Wegesrand laden dazu ein Rast zu machen und in die Vergangenheit einzutauchen. Irgendwie scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Hier und da finden ein paar Sonnenstrahlen den Weg durch die Baumwipfel und heitern den düsteren, kühlen Schatten auf.
Wir verlassen den Park und laufen an einem Caffee vorbei, vor dem eine einzelne römischen Säule in den Himmel ragt. Dahinter befindet sich die Kirche Sveti Sime, mit ihren Palmen am Eingang. Ein paar Minuten später stehen wir auf dem, gut mit Menschen gefüllten, Volksplatz um den sich Renaissancegebäude reihen. Große, weiße Sonnenschirme der Caffees spenden den Gästen viel Schatten, wenn sie hier ihren Caffee bei einem Stück Kuchen genießen.
Durch die enge Gasse geht es weiter zur Kirche Svetti Krsevana. Am römische Forum aus der Antike sind noch das Origilapflaster und Teile von Säulen erhalten geblieben. Umliegende Bauten stehen ebenfalls noch auf Fundamenten aus der Antike. Alles was vom Forum dafür verwendbar schien wurde genutzt. Neben dem Forum befindet sich die aus dem 9. Jahrhundert stammende Kirche St-Donat, bestehend aus einem Rundbau und einem 27 Meter hohen Turm. Gottesdienste werden hier jedoch nicht mehr abgehalten. Die Kathedrale Svete Stosije aus dem 12. und 13. Jahrhundert ist die größte Kathedrale Dalmatiens.
Viele Gebäude der Neuzeit stehen in Zadar neben Gebäuden aus dem Mittelalter oder der Antike. Eine Stadtbesichtigung lohnt sich schon deshalb, dieses Nebeneinander verschiedener Epochen und Stilrichtungen anzuschauen. Durch die direkte Lage am Meer erhält Zadar ganz nebenbei natürlich das mediterane Flair. Wieder einmal stellen wir fest - in zwei Stunden können leider nicht alle Sehenswürdigkeiten angeschaut werden. Dies ist aber ein guter Grund wieder zu kommen.