An der Adria gen Süden
Kvarner Bucht
Rastoke - Wasserfälle und Holzhäuser
Aussicht auf
Vrana-See und Kornaten
Altstadt von Trogir
Trogir bei Nacht
Imotski blauer See
Imotski roter See
Makarska Riviera
Makarska Hund
Brelas zauberhafte Strände
Natur- und Hundestrand Brela
Brela Zelic
Tucepi an der Makarska Riviera
Imotski - Abstieg zum blauen See
Kroatien - Dalmatien - Imotski
Heute sind wir ziemlicht früh, so gegen 6:30 Uhr, aufgestanden um in das ca. fünfzig Kilometer entfernte Imotski zu fahren. Am Nachmittag wollen wir zurück sein um noch ein paar Stunden am Strand auszuspannen. Von Brela fahren wir in Richtung Biokovo. Viele Händler bauen gerade ihre Gemüsestände am Straßenrand auf.
Um nicht so viel Zeit zu verschwenden, haben wir das Frühstück auf der Terrasse unseres Appartements, heute ausfallen lassen. So suchen wir, in Imotski angekommen, erst einmal einen Bäcker und werden natürlich auch schnell fündig. Der Kuchen hier ist richtig lecker. So eine dicke Schicht Kirschfüllung hatten wir noch nie im Blätterteig. Beim anschließenden Gang durch die direkt an der bosnischen Grenze gelegene Stadt fällt uns auf, dass es hier sehr viele Restaurants gibt, die scheinbar auf ihre Frühstücksgäste warten. Auch sonst herrscht in den Straßen der Stadt emsiges Treiben.
Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zum blauen See. An der Eintrittsforte halten wir nach einer Kasse Ausschau. Es gibt keine und so brauchen wir für die Tour durch den Naturpark nichts bezahlen. Vor ein paar Jahren waren wir schon einmal hier. Wegen dem damals nicht so guten Wetter haben wir nur von den oberen Aussichtsplattformen auf den See und die Felsenlandschaft hinab geblickt. Ob es damals überhaupt möglich gewesen wäre bis an das Ufer des Sees zu gelangen, können wir gar nicht mit Sicherheit sagen. Heute ist das Wetter gut, deshalb wollen wir den Abstieg nach unten antreten. Die Sonne schiebt ihre Strahlen noch etwas zaghaft durch die leichten Wolken. Deshalb sind die Temperaturen für einen Spaziergang im Moment sehr angenehm.
Gleich am Anfang des Weges erreichen wir eine Aussichtsplattform. Um den See zu entdecken müssen wir uns schon sehr bemühen. Der Wasserstand scheint im Laufe des Jahres unterschiedlich hoch zu sein. Jetzt, Mitte September, ist der See scheinbar ziemlich ausgetrocknet.
Nun steigen wir eine recht steile Treppe hinab. Kinder sollte man hier besser an die Hand nehmen, denn es gibt teilweise kein Geländer. Die Natürlichkeit des Parkes soll scheinbar so unberührt wir möglich erhalten bleiben. Dies ist nicht der einzige Zugang nach unten zum See. Wer nicht ganz höhentauglich ist, sollte statt der Treppe besser den ausgeschilderten, in weitläufigen Serpentinen angelegten Fußweg nehmen. Der Abstieg über die Treppe führt ebenfalls auf diesen Panoramaweg. Grober, loser Schotter macht das Laufen auf diesem Pfad nicht ganz leicht, weil man bei Unachtsamkeit leicht wegrutschen kann. Ein tiefer Absturz ist dann aber trotzdem nicht zu erwarten. Blutige Knie kann es jedoch bei allzu übermütigem Herumtollen schon einmal geben, wenn man nicht aufpasst.
Ein gemütlicher Spaziergang bis zum Ende des Weges ist für alle Altersgruppen sowie für Hunde, die hier sogar mit dürfen, völlig ungefährlich und sehr gut zu bewältigen. Kinderwagen schieben funktioniert aufgrund des Schotters nicht. Ein Tragetuch für den Sprössling ist eine gute Alternative. Für die letzten zweihundert Meter bis ans Ufer des Sees sind leichte Kletterkenntnisse von Vorteil. Unser Hund hat auch diese Strecke, nach anfänglichem Zögern, gut gemeistert. Man muss sich den Weg zwischen Steinen und Felsen selbst erarbeiten. Auch die kleinen Kletterkünstler haben mit der nötigen Vorsicht sicher kein Problem damit, die letzten Meter zu bewältigen. Ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, werden sicher am Ende des Weges Halt machen und den Blick auf den See von dort aus genießen, was völlig ausreichend ist.
Obwohl der Himmel heute etwas mit Wolken bedeckt ist und die Sonne deshalb nicht so erbarmungslos herab brennt, kommen wir beim Aufstieg doch noch einmal ins Schwitzen. Eigentlich wollten wir heute noch an den Strand gehen, sehen aber schon jetzt, dass dies wohl nicht mehr klappen wird. Es ist bereits Mittag und wir wollen ja jetzt noch zum nahe gelegenen roten See fahren. Oben angekommen steigen wir ins Auto und machen uns auf den Weg zum roten See. An einem, an der Straße befindlichen Aussichtspunkt auf den blauen See, halten wir noch einmal an. Von hier schauen wir noch einmal über das gesamte Areal mit seinen gewaltigen Felsen und den steilen Abhängen.