Es ist ein herrlicher Samstag im Frühsommer. Wir haben einen Ausflug auf die ca. 1.600 Meter hohe Schneekoppe, den höchsten Berg des Riesengebirges, geplant. Zu dieser Jahreszeit ist es meist noch sehr ruhig im Riesengebirge. Der Massentourismus setzt hier erfahrungsgemäß erst zur Wintersaison ein. Es sind also ideale Voraussetzungen für einen Tagesausflug in die Natur.
Gegen 12:00 Uhr erreichen wir Pec. Einen Parkplatz finden wir schnell. Pec besitzt ein großes Wintersportareal und ist deshalb auch mit Parkplätzen sehr gut ausgerüstet. Wir nehmen den Parkplatz unweit der Seilbahn, welche auf die Schneekoppe führt. Obwohl es auch hier, in ca. 700 Metern Höhe, angenehm warm ist und die Sonne scheint packen wir dicke Pullover und unsere Jacken in den Rucksack. Auf dem Lift und dem Gipfel der Schneekoppe ist es oft empfindlich kühl. Unterwegs begrüßt uns Rübezahl, der gute Berggeist des Riesengebirges. In den kleinen Souvenierläden gibt es neben Rübezahl als Hauptmotiv zahlreiche weitere Schnitzereien in allen erdenklichen Größen.
Bis zur Seilbahn ist es nicht weit. Schilder weisen den Weg auf dem bequemen Wanderweg. An der Liftstation ist wenig Andrang, so dass wir nicht lange warten müssen bis wir auf dem Sessellift platznehmen können. An der Mittelstation müssen wir noch einmal umsteigen. Auch hier geht es sofort weiter. Wir schweben kurz über den Baumwipfeln. Direkt unter uns sehen wir den Wanderweg zum Gipfel, der recht romantisch ausschaut. Während der Fahrt haben wir eine tolle Aussicht über das Riesengebirge. Auch die Temperaturen sind dank Jacke recht angenehm. Je höher wir kommen, desto niedriger werden die Tannen und Kiefern, bis schließlich im oberen Drittel bis zum Gipfel hauptsächlich Geröll zu finden ist. Außer Rasen gibt es hier kaum noch Vegetation. Auch auf dem Gipfel herrschen angenehme Temperaturen, da es fast windstill ist.


