Ein Ausflug auf die Lomnitzer Spitze

Schnee und eisiger Wind auf der Lomnitzer Spitze

Wir verbringen ein paar Urlaubstage im Oktober in der Hohen Tatra. Die Bäume haben bereits ihr farbenprächtiges Kleid angelegt. Bei einem Urlaub in der Hohen Tatra darf natürlich ein Ausflug auf die 2.634 Meter hohe Lomnitzer Spitze nicht fehlen. Das Wetter ist zwar nicht optimal, weil die Wolken zeitweise sehr tief hängen aber bei der knapp bemessenen Zahl der Urlaubstage bleibt uns auch nicht mehr viel Zeit und an den nächsten Tagen soll das Wetter nicht grundlegend besser werden.

Wir entschließen uns also dazu, der Lomnitzer Spitze einen Besuch abzustatten. Auch wenn hier unten im Tal angenehme spätsommerliche Temperaturen herrschen, ziehen wir doch unsere Wintersachen an. Ein dicker Pullover und darüber der Anorak und es kann losgehen. An der ersten Liftstation hält sich der Andrang in Grenzen, so dass es nur wenige Minuten dauert und wir besteigen die Gondel. An der Mittelstation angekommen sieht die Sache schon ganz anders aus. Hier warten schon sehr viele Urlauber um auf die Spitze zu gelangen. Wir stellen fest, dass wir noch eine weitere Liftkarte lösen müssen. Jetzt haben wir noch reichlich Zeit, bis es ganz nach oben geht. Immer wieder ziehen tiefhängende Wolken vorbei. Gute Fotos zu bekommen ist eher illusorisch aber mit genügend Geduld und etwas Glück gelingen doch noch ganz brauchbare Aufnahmen.

Hier an der Mittelstation befindet sich ein kleiner Bergsee, der Tschirmer See (Skalnaté Pleso), um den ein Wanderweg führt. Die Sicht ist zeitweise recht gut, so dass wir die Aussicht ins Tal genießen können.

Über den Wolken - auf der Lomnitzer Spitze

Unsere Abfahrtszeit in Richtung Spitze nähert sich langsam, deshalb begeben wir uns nun wieder zur Liftstation um den zweiten Abschnitt bis zum Gipfel zurück zu legen. Der Platz hier oben ist sehr begrenzt und mit Geländern gut gesichert. Die Aufenthaltsdauer ist auf eine halbe Stunde begrenzt. Nachdem wir aus der Gondel ausgestiegen sind weht uns ein eisiger Wind entgegen und wir stapfen durch den ersten Schnee für diesen Winter. Jetzt zeigt sich, dass die Idee mit den Wintersachen nicht die schlechteste war.

Da wir uns jetzt in und über den Wolken befinden ist die Sicht bis ins Tal nur von kurzer Dauer. Immer wieder ziehen Wolken vorbei. Trotzdem hat sich der Ausflug gelohnt. Durch die vorbeiziehenden Wolken bietet sich uns ständig ein anderes,faszinierendes Bild. Wir schauen auf die sehr imposanten umliegenden Berggipfel, die mit Schnee bedeckt sind und vergessen für einen Moment, das es im Tal noch angenehm warm ist. Leicht durchgefroren sind wir dann doch froh, als wir zur Gondel gerufen werden und wieder in wärmere Gefilde zurück kehren können.