Postojna
Bled
Piran

In den Gassen von Piran, dem Geburtsort «Giuseppe Tartinis»

Ein Labyrinth mit vielen Sehenswürdigkeiten und ringsherum das Meer

Heute morgen ist der Himmel leicht bedeckt. Wir entschließen uns deshalb, statt den Tag am Strand zu verbringen, lieber einen Abstecher vom kroatischen Porec ins ca. 45 km entfernt liegende, slovenische Piran zu machen. Wir nehmen nicht die nahegelegene Autobahn sondern fahren, wie so oft, die Uferstraße am Meer entlang und genießen den Blick über das glasklare Wasser und die zerklüfteten Strände.

Da Kroatien zur Zeit noch kein Mitglied der EU ist gibt es hier noch eine Grenzkontrolle, die aber zügig und ohne Probleme von statten geht. Der Übergang zwischen den beiden Ländern ist fließend. Weder landschaftlich noch architektonisch gibt es erkennbare Unterschiede. Venezianische Bauweise und natürlich der Markuslöwe begegnen uns auch hier in Slovenien.

Wir fahren nun durch das wunderschön anzuschauende Städchen Portoroz. Vielleicht haben wir auf dem Rückweg noch etwas Zeit um uns auch diesen romantischen Ort etwas näher anzuschauen. Auf einer kleinen Halbinsel ragt Portoroz, zusammen mit Piran, weit ins Meer hinein.

Inzwischen haben wir Piran erreicht und sind zugleich am Ende jeglicher Straßen angekommen. Schilder machen uns darauf aufmerksam, dass es jetzt für Nichteinwohner nur noch zu Fuß weiter geht. Später werden wir feststellen, dass dies durchaus sinnvoll ist.

Tartini-Platz von Piran mit Blick auf die Georgskirche

Wir stellen unser Auto auf einem der Parkplätze ab und treten nun den Fußmarsch an. Die Sehenswürdigkeiten lassen nicht lange auf sich warten. Schon von weitem ist die, hoch auf dem Berg thronende, Georgskirche zu sehen. Für ihren Campanille stand der Turm von San Marco in Venedig Pate, was unschwer zu erkennen ist. Da wir vor ein paar Jahren in Venedig zu Gast waren fiel uns die Ähnlichkeit auch sofort auf.

Bis zur Kirche ist der Weg noch recht überschaubar. Von hier können wir weit über das Meer und über die ganze Stadt blicken. Der Abstieg zum Tartini-Platz ist schon nicht mehr so überschaubar. mehrere enge Gassen füheren hinab. Und so kommt es wie es kommen mußte. In dem Labyrinth der vielen kleinen Gassen, fasziniert von der Natur und der Architektur, verliere ich meine Begleiter aus den Augen. Hier kann ich nicht anders - ich muß die vielen Fotomotive für die kalten Winterabende in Deutschland festhalten. Dabei bemerke ich nicht welche dieser Gassen sie hinab gestiegen sind.

Zunächst stehen drei Gassen zur Auswahl. Leider kann man rein gar nicht erkennen wohin es geht. Nach dem Prinzip des Würfelns entscheide ich mich für die am wegsamsten aussehende. Eine Gasse meine ich ausschließen zu können, da ich sie in diese Richtung hätte gehen sehen müssen. Natürlich verzweigt sich die Gasse meiner Wahl unterwegs mehrfach und ich habe Zweifel, ob ich je den Weg zurück finden werde. Teilweise sind die Gassen kaum so breit, dass zwei Menschen nebeneinander Platz haben und dennoch wachsen zwischen den hohen Häusern ebenso hohe Bäume in den Himmel und ranken wundervoll blühende Blumen über die teilweise aus dem Mittelalter stammenden Mauern.

Am Ende dieser Gasse erscheint der erste Lichtblick. Ich stehe auf dem Tartini-Platz, den ich von oben, vor der Kirche, schon gesehen habe. Der Platz hat den Namen des Teufelsgeigers Tartini, der hier geboren wurde, erhalten. In seinem Geburtshaus finden heute Konzerte und Ausstellungen statt. Natürlich ist die Stadt stolz auf ihren berühmten Sohn und hat ihm auf einem hohen Sockel ein Denkmal aus Bronze auf dem Platz gesetzt. Eigentlich hatte ich gehofft hier meine Begeleiter wieder zu finden. Der Platz ist sehr weiträumig gebaut und sehr überschaubar. Leider gibt es keine Spur von meinen Begleitern. So gehe ich schnell zurück zur Kirche und nehme den anderen Weg.

Nicht weniger eng und verzweigt endet diese Gasse auf einem deutlich kleineren Platz mit einer Szene von Figuren die mir leider unbekannt, jedoch auch schön anzuschauen sind. Auch hier gibt es keine Spur von meinen Begleitern. So entschließe ich mich zurück zum Auto zu gehen. Der Weg zurück zur Kirche durch diese Gasse erscheint mir um einiges schwierer zu merken gewesen zu sein. Doch ich schaffe es ohne mich zu verlaufen, was nicht unbedingt zu erwarten war. Oben angekommen, treffe ich auch meine Begleiter wieder und so hat auch dieser Urlaubstag ein Happy End.