Gestern Nachmittag am 04.09.2007, hielt die Bora (starker Sturm) Einzug in Tucepi und tobte die ganze Nacht. Für uns Deutsche hat dieser Sturm durchaus etwas Angst einflößendes. Die Einheimischen sehen das eher locker mit: "Ach, nix viel Wind." Das lässt nur vermuten mit welcher Kraft die Bora hier in den Wintermonaten tobt.
Heute früh sieht es nicht so aus, als ob die Bora sich zurückziehen will. Kurzer Hand ziehen wir den für Übermorgen geplanten Ausflug nach Mostar vor. Wir starten unser Auto und fahren in Richtung Dubrovnik entlang der Adria.
Hinter Ploce biegen wir ab nach Metkovic. Hier befindet sich der Grenzübergang zur Republik Bosnien und Herzegowina, der problemlos passiert wird. Wir fahren durch dünn besiedeltes Gebiet und sind fast allein auf der Straße. Ab und zu sehen wir kroatische Fahnen aus den Fenstern hängen, was uns etwas verwunderte. Irgendwie herrscht eine bedrückende Stimmung, die Spuren des Krieges sind hier noch allgegenwärtig. Dann sehen wir schon das Ortschild von Mostar. Auch hier ist kaum Verkehr auf den Straßen, wodurch wir besser als erwartet unser Ziel erreichen. Sogar ein Parkplatz ist hier schnell gefunden. Eins der bekanntesten Bauwerke in Bosnien ist wohl die Brücke über die Neretva, welche die beiden Stadtteile von Mostar verbindet. 1993 im Krieg zerstört, wurde sie neu aufgebaut und ist nun wieder geöffnet.


